Verkehr(t) in Freiburg

Gerne stellt sich Freiburg als weltoffene, fortschrittliche und ökologische Stadt dar. Dies ist auch in vielen Fällen zutreffend. Doch betrachten wir die Infrastruktur, insbesondere die Verkehrslage, kann einem Angst und Bange werden.

 

Geschwindigkeitskontrollen für Fahrradfahrer in verkehrsberuhigten Zonen sind symbolisch dafür, dass in Freiburg die Verkehrspolitik aus der Spur läuft. Kilometerlange Staus in der Rush-Hour, marode Straßen und viel zu wenig Parkplätze sind allgegenwärtig. Fazit: Es läuft einiges verkehrt mit dem Freiburger Verkehr.

 

Stadtrat Patrick Evers: „Freiburg boomt. Mit ihm der Verkehr. Die Planung der Infrastruktur hält mit den Anforderungen nicht mehr mit. Ich sehe hier dringendsten Handlungsbedarf. Baufällige Brücken und schlechte Straßen (z.B.: Ferdinand-Weiß-Straße), hätten längst saniert werden müssen. Statt dessen werden viele Millionen Euro in Prestige-Objekte investiert. Uns bleibt nichts anderes übrig, als zu appellieren. Und zwar an alle Verkehrsteilnehmer. In erster Linie, nehmt Rücksicht aufeinander. Plant mehr Zeit ein. Egal ob zu Fuß, auf dem Rad, mit dem ÖPNV oder dem Auto.“

 

Natürlich wünscht sich eine Green-City am liebsten autofrei zu sein. Doch die Realität zu ignorieren oder gar zu leugnen, verschärft nur die vorhandenen Probleme. Die FDP-Stadträte plädieren für die Instandsetzung beschädigter Brücken und Straßen, die Verbesserung von Radwegen, sowie echte Alternativen des ÖPNV für Pendler. Und letztlich natürlich den Stadttunnel, der eine deutliche Entlastung des Verkehrs in Freiburg mit sich bringen würde.

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